Wissen als Machtinstrument - warum Experten in Organisation Veränderung trotzen wollen
Shownotes
„Den größten Experten zum Chef zu machen, ist selten eine gute Idee. Es kommt trotzdem immer wieder vor."
Stell dir einen Menschen vor, der sich für absolut rational hält – und genau deshalb in der entscheidenden Situation völlig irrational handelt. Klingt paradox? Genau das passiert in Expertenorganisationen jeden Tag. Dort, wo Doktortitel, Fachwissen und Track Records über alles entscheiden, treffen wir auf Menschen, die ihre eigene Expertise zum Lebenskonzept gemacht haben. Und das verändert alles – besonders dann, wenn Wandel ansteht.
Die zentrale Frage dieser Folge: Wie verändert man eine Organisation, in der jede neue Idee von außen erst mal als Bedrohung gilt? Caroline Zielke und unser Geschäftsführer Kevin Pfander sezieren ein Phänomen, das viele kennen, aber kaum jemand greifen kann. Denn solange der Markterfolg da ist, läuft alles rund. Wird er knapp, beginnen ausgerechnet die Rationalsten, am Alten festzuhalten – mit einer Vehemenz, die an Absurdität grenzt.
Kevin bringt es auf den Punkt: Expertentum sei „fast ein Lebenskonzept" – verbunden mit sozialem Status und dem Gefühl, unersetzbar zu sein. Genau deshalb scheitert der Versuch, mit großer Vision und Change Story zu führen. Experten fragen nicht „Wohin?", sondern „Was muss ich morgen konkret anders machen?". Und wer als Berater ernst genommen werden will, muss zuerst durch ein „hartes Abklopfen" – die eigene Expertise auf den Tisch legen, bevor überhaupt zugehört wird.
Was du mitnimmst: warum heterogene Teams anstrengend und trotzdem unverzichtbar sind, warum der beste Fachexperte selten die beste Führungskraft ist und warum am Ende oft die Magie der Einfachheit über Erfolg entscheidet. Oder, mit Kevin gesagt: Wer nur Komplexität stapelt, macht das Geschäft schwergängig.
Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Transformation To Go.
00:00:10: Für euch heute Podcast sind unsere beiden ExpertInnen Caroline Zielke und Kevin Pfander, viel Spaß!
00:00:21: Ich habe heute wieder Kevin Pfanner als Gast unserer Geschäftsführer.
00:00:24: unser Thema ist heute mal ein spannendes.
00:00:28: die einen oder anderen haben selber mal drin gearbeitet waren als Berater Mal da sind noch da, als Unternehmensleitung beispielsweise.
00:00:38: Und zwar sprechen wir heute über sogenannte Expertenorganisationen.
00:00:43: Was heißt denn das Kevin?
00:00:45: Experten-Organisationen sind für uns als Berater aus dem Grund wichtig weil das Expertisein alles definiert.
00:00:53: Das heißt Experten gehen davon aus dass das wesentliche was sie tun eben über ihre Expertise begründet ist.
00:01:01: Das heisst das spielt Ausbildung eine große Rolle, das spielt abschlüssende Rolle.
00:01:08: Das sind Formalismen die beurkunden dass man Expertise hat.
00:01:11: es ist sehr wichtig und alles was eben dieses Experten-Tum ausbaut er ist professionell und das ist die Grundlage für alle.
00:01:21: Bevor man überhaupt anfangen kann zu arbeiten muss man erstmal Expertise gezeigt haben sonst wird einem praktisch keiner zu.
00:01:28: Ich gebe mal ein paar Beispiele, ich selber habe in zwei unterschiedlichen Konzernen früher gearbeitet wo Expertentum des A und O war.
00:01:37: Und ein schönes Beispiel ist da braucht man schon Doktortitel um Assistent zu sein so.
00:01:44: Und natürlich nicht in irgendwas sondern natürlich genau in den technischen Dingen die das Unternehmen herstellt.
00:01:51: also total du würdest von außen eigentlich sagen das Nischen wissen Da natürlich ein absolutes No-Go, weil da ist es Fachexpertenwissen.
00:02:02: Das sind auch Organisationen die sich sehr viel darauf einbilden, Fachexpert laufbaren nach wie vor zu haben.
00:02:10: Auch da gucken wir vielleicht rein.
00:02:11: aber eigentlich geht's uns heute darum mal zu schauen, wie steuer ich Expertenorganisation?
00:02:18: Wie führt sie vielleicht auch?
00:02:20: Kleiner Unterschied, schauen wir noch drauf!
00:02:22: Und auch, was heißt das denn in solchen Organisationen auf etwas verändern zu wollen?
00:02:27: Was sind da die Herausforderungen?
00:02:29: Ja.
00:02:29: Womit möchtest du anfangen?
00:02:31: Gerne nochmal mit den Facetten, die Expertentum haben kann.
00:02:36: Denn du kannst auch in unterschiedlicher Expertise Experte sein!
00:02:41: Also wenn man es so will... Man kann sehr schnell aus jeglichem Fachgebiet einen Experten-Gebiet machen.
00:02:49: Im Privaten kennt man das von Sammlern.
00:02:52: Also es gibt Menschen die sammeln Kronenkorken.
00:02:56: Und können dir genau sagen, wie sind sie beschaffen aus welchem Land oder Briefmark?
00:02:59: Also du kannst in allen möglichen Themen, kannst du Expertes sein und denken naja gut wer das braucht.
00:03:04: wenn du aber eben auf so ein ganzes Treffen von solchen Leuten triffst dann siehst du plötzlich wie viel Nuancen es da gibt.
00:03:09: Und so ist es im Unternehmen eben auch.
00:03:11: Das heißt, du kannst innerhalb von einer IT, kann es unterschiedliche Bereiche geben.
00:03:15: Da gibt's natürlich Experten, die zu künstlichen Intelligenz anderen machen Datenbanken andere machen keine Ahnung.
00:03:19: also jeder kann sich da in dieser Tiefe auch austoben und kann so ein Stück weit im Idealfall zu einem Umstand kommt dass er umnassetzlich ist.
00:03:32: Der Experte ist jemand, das ist quasi fast ein Lebenskonzept.
00:03:35: Ich bin jemand der nicht einfach austauschbar und ich habe die Expertise also auch immer fast gleichzusetzen mit einem sozialen Status den man sich in einem Unternehmenskonstrukt sucht.
00:03:47: Und es heißt wenn ich Experte bin und jetzt kommt eine Idee von außen als Expertenorganisation hat Bemühungen häufig das berühmte Not Inventor-Tier-Syndrom.
00:03:56: Also wenn jemand kommt mit einer Änderung, die außerhalb der eigenen Expertenorganisationen erfunden wurde, dann würde ich erst mal sehr kritisch gesehen.
00:04:04: Weil sehr wahrscheinlich ist das was von außen kommt sowieso per se nicht so gut wie das was wir hier innen haben.
00:04:11: und sehr wahrscheinlich gibt es halt eine Unterschied ob ich jetzt in der Krebsforschung arbeite oder ich möbel zusammenbaue.
00:04:23: Die gibt's jeweils... also wir kennen alle einen schlechten Schreiner Und schlechten Handwerker und auch das ist ein Problem, aber wir sind uns darüber einig.
00:04:31: Das Expertentum hat ja unterschiedliche Leveln und unschließlich gerade.
00:04:35: Also im Handwerk war es eben ganz klassisch.
00:04:37: Es gibt den Lehrlingen, es gibt die Gesellen und es gibt den Meisteren.
00:04:41: Da sind unterschiedlich grade.
00:04:42: Und so ist es eben an der alles was universitär ist natürlich genau ausgleiche.
00:04:46: da gab's früher vor Diplom-Diplomen dann gab sie eben die Promotion, die Habilitation.
00:04:50: irgendwann heute kann sich noch über Bachelor & Master durcharbeiten.
00:04:53: also das heißt es gibt verschiedene Weinen die man irgendwie aufsteigt.
00:04:59: Das Problem an diesen Themen ist, dass sie aber eigentlich auch suggerieren.
00:05:02: Wenn du mal quasi im letzten Grad der Weisheit angekommen bist dann kannst du von dort aus sehr wahrscheinlich lange lange weiterarbeiten.
00:05:11: und das heißt nochmal also es geht hier im Wesentlichen um Status, dass ich vermittle und das macht solche Systeme auch begrenzt durchlässig Und es führt auch sehr sehr häufig zu Monokulturen Was Fluchen segengleichermaßen ist.
00:05:24: eine monokultur lässt sich natürlich nicht wirklich ablenken hält Fokus setzt die ganze energie diese hat auf ein thema und so lasst sich mit sicherheit auch erklären warum wir in deutschlands so viele unternehmen haben die in irgendeiner Ich sag es mal liebe voll kleinteiligkeit die aber relevant ist weltmarktführer sind.
00:05:44: Die gibt's hier.
00:05:45: wie sind da mehr
00:05:46: die ganzen hidden champions?
00:05:47: also die gibts wirklich weil die sich auf eine sache total konzentriert haben Spannendes, aber das in solchen organisationen dann der wandel in einen neuen status außerordentlich schwer fällt Weil das würde ich für den absoluten Experten jede neue Idee, die nicht da reingehört.
00:06:02: Erstmal eine kritische ist sie wird erst mal untersucht auf.
00:06:06: brauche ich das überhaupt?
00:06:07: liegt es jetzt auf meinem nächsten Schritt überhaupt im erwartbaren Raum von?
00:06:10: bringt mir Nutzen?
00:06:11: oder ist es für mich irgendwie Climbing und Ablenkung?
00:06:14: Und das heißt Es führt einfach zu Monokulturen.
00:06:16: Die suchen sich eben auch Leuchte die ähnlich ticken.
00:06:19: und Überraschung Solche Organisation definieren sich als technische Organisation.
00:06:25: also sind Probleme technisch Lösungen auch.
00:06:31: Jetzt wissen wir aber als Organisationsbegleiter und Gestalter, dass ein Großteil der Schwierigkeiten die in Organisationen aufkommen erst mal gar keine technischen Themen sind.
00:06:41: ich würde sogar so weit gehen uns behaupten die meisten technischen Herausforderung kriegst du gelöst Die dauern länger die kosten mehr.
00:06:49: das mag sein Aber typischerweise wenn du die Experten hast und die von jetzt die lösen dir die Probleme ja auch
00:06:56: Das entspannende Punkt, dass du da ansetzt.
00:06:59: Weil das spiegelt so ein Stück weit ja auch unsere Erfahrung wieder.
00:07:03: also wenn ich mal einen Schritt zurückgehe und sage wie begegnen uns ganz persönlich dann Menschen?
00:07:08: in solchen Organisationen ist sehr oft das Thema.
00:07:12: gerade weil die so sehr fokussiert sind auf ihre oft akademischen Grade ihr Fachwissen haben sie auch einen ganz anderen Maßstab.
00:07:23: Berater von außen beispielsweise blicken.
00:07:25: Also sie setzen sich dann hin und sagen, was ist dein Track record?
00:07:31: Sagt mir ganz genau welches Projekt genau in dem Thema hast du schon mal gemacht und so werden immer nach Vergleichbarkeit suchen Weil das für sie das A und O ist quasi, ich sag mal ein Experiment möglichst genau rekonstruieren zu können in der Hoffnung dass hier näher das Experiment was ich bei einem anderen Kunden schonmal gemacht habe an ihrem eigenen dran ist.
00:07:52: Das so höher ist die Wahrscheinlichkeit
00:07:54: Richtig!
00:07:54: Und was gleichermaßen aber tragisch sinnlos is?
00:07:57: Ja!
00:07:57: Denn welchen zwischen den größten Experte bin und jemand anderem nur anerkenne wenn ihr ähnliche Expertise vorweist wie ich wo es dann der Benefit
00:08:06: gibt kann.
00:08:07: Also zumal ich ohnehin davon ausgehe, dass ich hier selber im eigenen Laden schon irgendwie ganz weit vorne bin.
00:08:14: dann ist alles, was ich mir reinhole muss sich erst mal den Vergleich stellen um hinterher als zurückweisenswürdig betrachtet zu werden.
00:08:21: Also danke war gut aber brauche ich nicht es nicht relevant.
00:08:24: also und das ist tatsächlich so wir kümmern uns ja eher um Ablauforganisationen um die Frage von wie organisiere ich Geschäft?
00:08:31: Was sind die Wechselwirkungen verschiedener Funktionen, die ich betrachten muss damit ich erfolgreich sein kann?
00:08:35: Wie gehe ich in Wandel um?
00:08:37: Und ich sag's mal einfach Solange diese Experten In Ruhe gelassen werden.
00:08:44: Und die es in Ruhe zu einem Markt Erfolg führt, ist alles gut.
00:08:50: Kommt der Markt Erfolg nicht mehr?
00:08:52: Beginn nicht Experten Fragen zu stellen und jetzt beginnt's spannend zu werden.
00:08:57: Das war auch für die Führungskräfte wichtig weil natürlich da viel Festhalten am alten Start findet und man erst mal sagen muss Es geht nicht darum die Vergangenheit zu diskreditieren oder dafür keine Wertschätzung zu haben sondern kurz zu überprüfen macht das Ding von gestern auch morgen noch den Unterschied oder ist es nicht mehr der Fall?
00:09:15: Ansonsten stabelt man nämlich Wettbewerbsvorteile, die eigentlich gar keine mehr sehen.
00:09:19: Und für uns ist jetzt ganz persönlich... Für mich ganz persönlich ist dann eben spannend dass ich den Menschen gegenüber habe, die sich selbst als sehr rational definieren und die plötzlich total irrational handeln.
00:09:36: Das sind die irrationalsten überhaupt im Festhalten an dem Bestand Und an den Regeln, die hier gelten.
00:09:44: Also das ist teilweise wirklich... also es sind Absolitäten, die entwickelt werden auf eine völlig irrationale Art am alten Fest zu halten im völligen Erzählen.
00:09:53: was ich hier tue ist rational und natürlich kriegen dass auch die anderen Mitarbeiter im Unternehmen mit und in großen Organisationen noch viel mehr Menschen.
00:10:01: und dann reden wir sehr schnell darüber, dass der Experte zwei Experte ist.
00:10:04: aber A Seien Wissen nicht mehr Ultima Ratio vermorgen ist und B, es dazu vielleicht noch andere Themen brauchten.
00:10:10: Wir C auch den Rest der ganzen Mannschaft noch mitnehmen müssen.
00:10:15: Und dann dürfen Menschen wachsen.
00:10:18: Schaffen die Leute deiner Erfahrung nach es in dem Moment zu verstehen wo ihre Grenzen sind?
00:10:26: Also ich glaube die Grenzen emotionaler Art das verbieten sie sich fast.
00:10:32: Es sind auch Menschen, die davon ausgehen, dass sie generell so was wie Beruf und Arbeit können.
00:10:36: Sie trennen Emotionen gehörten.
00:10:39: Es heißt immer nicht so emotional, sie emotionalisieren alles.
00:10:42: Lass uns das mal rational machen.
00:10:44: Das sagt aber jemand der an dem Augenblick völlig emotional agiert.
00:10:49: Also es ist entweder ein Maskierung oder einfach schlicht das fehlende Bewusstsein, dass man selbst auch einen emotional agierenden Mensch ist.
00:10:58: Und das heißt, da habe ich es natürlich unglaublich schwer auf Emotionen eingehen zu wollen wenn der Anderes gar nicht zulässt.
00:11:04: Im Stereotyp ist das eher technisch, eher männlich, eher ü-fünfzig.
00:11:10: Alle Hörer sagen das sofort.
00:11:11: und Gottes Willen!
00:11:12: Wer pauschalisiert den heute noch in dem Podcast?
00:11:14: wie Erik kann man sein?
00:11:15: Tue ich nicht, ich will damit nur sagen Es gibt schon so ein paar Muster bei denen wir sagen würden Wenn diese Merkmale zutreffen dann müssen wir als Changebegleiter einen Weg finden wie der Fachexperte uns zuhört und eine kurze Sekunde annimmt, dass wir ihn nicht als Fachexperte beraten wollen sondern als Organisationsexperte.
00:11:38: Jetzt kommt der Punkt.
00:11:39: da macht plötzlich dann das andere Handlungsfeld Sinn.
00:11:43: als Experte in einem Fachgebiet zum anderen Fachgebicht, da werden sie es vielleicht schaffen sich auch etwas einzulassen.
00:11:50: Und dann muss ich aber leider Gottes eben auch alles Mögliche bemühen um zu zeigen was ich schon alles mit meinen Teams und meiner Fahrer und meinen Projekten.
00:11:57: das ist ein bisschen Hausauto-Boot für einen Außenstehenden, ist aber die notwendige Basis um Vertrauen aufzubauen.
00:12:04: Das heißt er findet ein hartes Abklopfen statt.
00:12:08: Die Erfahrung zeigt aber hält man dem Stand?
00:12:11: Dann kann der andere auch sagen, okay es ist zwar nicht mein Fachgebiet aber es ist Science oder IAS und ich kann mich darauf einlassen.
00:12:18: Das ist aber kein besonders effizientes Vorgehen das dauert!
00:12:21: Und dann muss man immer wieder Anlauf nehmen.
00:12:24: Und dann muss man auch an der eigenen Frustrations-Toleranz arbeiten, weil wir uns natürlich gerne sofort anfangen zu arbeiten.
00:12:30: Gedanklich tickt die Urterorganisationen, die Leute erleben bereits es geht nicht weiter sie erleben Hilflosigkeit Sie erleben teilweise auch erratisches Handeln und sagen wie kann man noch die Rezepte von gestern nehmen und morgen mit erfolgreich sein wollen?
00:12:41: Die erleben alle.
00:12:42: OH Das ist hier gerade am Rutschenden am Driften und du würdest gerne sofort was tun.
00:12:48: aber Schritt eins ist die eigene Expertise darstellen.
00:12:51: diesen Punkt und das ist für uns als Changeberater schwierig denn wir gehen eigentlich davon aus, dass Expertise zwar notwendig ist aber häufig nicht den entscheidenden Unterschied macht.
00:13:02: Und in diesem Punkt ist es aber genauso wenn du die Unterschied machen willst musst du diese Expertise eben auch zeigen.
00:13:07: Aus Sicht der handelnden Person ist das ja dann wieder ein sehr rationales Verständnis.
00:13:12: also damit ich mein Gegenüber als Experten anerkennen kann und das ist für mich in dem Moment der einzige Weg mitgehen zu können indem ich den Expertenstatus anerkenne mich dann darauf einzulassen und einen Weg zu finden, okay mit der Person kann ich den Weg auch gehen.
00:13:29: Weil ich weiß da gebe ich mich in gute Hände, da fasse ich Zutrauen.
00:13:35: Und gleichzeitig steckt aber ja nur das Bedürfnis dahinter... Es gibt Sicherheit!
00:13:41: Genau
00:13:42: es geht schlicht um Sicherheit und Sicherheitsempfinden ist natürlich eines dass irgendwie ganz grundlegend ist und für die ich mich sicher oder unsicher ist meine absolute Emotionalität.
00:13:50: Der Unterschied ist nur Expertenorganisation oder handelnde Personen darin sind, schlechteren so was zu kommunizieren.
00:13:59: Zumindest erfahrungsgemäß... Wir lesen es so und natürlich ist das in einem Krankenhaus vielleicht anders oder in einer Kindertagesstätte irgendwie anders.
00:14:07: Das sind natürlich Emotionen halt näher weil des Objektes dass ich alles dreht der Mensch ist mit seinen Sorgen Ängsten und Bedürfnissen die er hat die erfüllt nicht erfüllt sind.
00:14:18: also ist in der Folge die Emotionalität weiter vorne Und ich muss mit ihr umgehen, aber auch im Projekten ist es ja so.
00:14:26: Auch das könnte man hinterher sagen wenn du ein Lessens-Learn machst zu einem Projekt des erfolgreich oder nicht erfolgreich war und technische Umgebungen sind häufig die absoluten Ausreißer, die es gibt nach oben und nach unten davon geprägt dass Menschen der Lage waren mit Emotionalität und so gehen sich darauf einzulassen dass ihr Mensch gegenüber zwar eine Anforderung rein fachlich sachlich aufschreibt Ich aber in der Zurückweisung zum Beispiel dieser Anforderung was auslöse, das dann überhaupt nicht mehr rational ist beim anderen.
00:14:55: Er fühlt sich nämlich zurück gewesen.
00:14:58: und was ich sagen will ist diese technischen Organisation oder diese Expertenorganisation?
00:15:03: man muss einfach wissen wie geht man mit ihnen um?
00:15:05: Es geht nicht darum ihn ausreden zu wollen dass ihre Expertise nicht überall gefragt ist weil sie ist ja häufig einfach auch gefragt.
00:15:13: du brauchst Experten die gute Arbeit machen aber muss ihnen klarmachen dass der Experte idealerweise nicht eine ganze Organisation führt.
00:15:21: Was spätestens auf der Führungsebene ist es eigentlich mal mindestens Teamarbeit.
00:15:25: Wenn ich einen R&D-Chef habe, der hervorragend ist, ob er deshalb eine ganze Organisation in dieser Form entwickelt?
00:15:32: Das ist halt die Frage.
00:15:33: Da brauche ich vielleicht auch die anderen Einheiten und da brauche man Justizjahr, da brauch ich vielleicht meinen CFO oder jemanden, der sich mit Qualität beschäftigt.
00:15:43: Mit Logistik keine Ahnung was.
00:15:45: Das heißt eigentlich stellen wir fest... Das sind nicht immer die besten Führungskräfte beziehungsweise.
00:15:51: Selbst wenn sie gute Führungskräfte sind, würde es nicht allein daran liegen dass die Fachexperten sind.
00:15:57: Es
00:15:57: gibt immer noch andere Eigenschaften.
00:15:59: Du
00:15:59: kannst natürlich für alles die Beispiele finden.
00:16:02: du wirst jetzt die Jobsgeschichte finden bei der angeblich eher als der Oberexperte alles entwickelt hat fragt man rein und hört sich um und ließ den Artikeln heißen ganz überall war vielleicht gar so der Experte aber er war konsequent im Design oder Businessdesign.
00:16:18: Also was ist Expertise und wie viel Anteil hat sie am Geschäftserfolg?
00:16:22: Es übrigens am Ende immer nur eine Timingfrage.
00:16:24: Es gibt für Fachexperten immer ein Zeitfenster, an dem Sie maximal wirksam sind... Und dann kommt der Punkt, da ist irgendwie die Expertise auf dieses eine Feld nicht mehr das Entscheidende.
00:16:37: Weil ich eben andere Sachen diversifiziere, weil es im Prozess einbinden muss, weil ich sie adaptieren und umwandeln muss.
00:16:44: Dann braucht's auch andere Disziplinen wieder.
00:16:47: Am Ende sage ich wir müssen schaffen dass Experten sich gegenseitig als Experten anerkennen in solchen Organisationen, dann ist schon viel geholfen.
00:16:53: Ist aber gar nicht so leicht!
00:16:54: Was würdest du sagen?
00:16:56: was sind erste Ansätze um solche Organisationen gut zu steuern?
00:17:01: Wenn du mir so von oben drauf blickst, das ist wichtig.
00:17:05: Ja dass man vielleicht weniger Vision erzählt.
00:17:08: also Das ist auch ein Thema.
00:17:11: häufig sagen wir eine Veränderung stoß ich an mit einer vision mit einer strategie Mit einer change story die den weg vom hier und jetzt in die zukunft führt Wie klar der unklar die auch immer ist.
00:17:24: ja
00:17:25: Und wenn ich eine expertenorganisation habe Experten würden sich eher die Frage stellen, wo in meinem konkreten Handeln jetzt im Alltag habe ich den jetzt wirklich die eine Sache, die anders sein muss.
00:17:36: Und das heißt Visionen kommen für solche Leute meistens einfach unfassbar viel zu früh und sind auch einfach unfastbar unkonkret also nicht zu gebrauchen.
00:17:45: Also nicht für den täglichen Hausgebrauch gedacht.
00:17:48: Ich muss davor keine Soundings machen oder Kaminabende machen.
00:17:52: Ich muß quasi eine Ebene finden, in der die Kollegen halt Relevanz erleben Und es kann in der Rechtsabteilung eben eine konkrete juristische Fragestellung sein, vor dem man regelmäßig steckt.
00:18:03: Und die Frage von okay wenn das gute Arbeit ist?
00:18:06: Wie ist denn von den jetzigen Organisationseänderungen dieser Bereich betroffen und ist erst nicht... dann ist es auch gar kein Bereich in dem faktischen Chain stattfindet.
00:18:17: Daran ist übrigens auch nichts schlimm.
00:18:18: Haus zu finden wann Experten einfach weiterhin Experte seien können und ihren auch zu lassen ist mit Sicherheit ein mindestens so gutes Konzept Wie zu sagen, wenn es dann aber wirklich darum geht dass wir auf ein Scheider-Ebene und uns mit Neuem heraus setzen müssen.
00:18:35: Die ja auch dafür zu gewinnen sich für eine Expertise einzulassen die zeigt wie entwickelte ich in der Organisation weiter?
00:18:40: Und das sind meistens eben keine Ingenieurswissenschaften die da hinten den Unterschied machen.
00:18:46: Also eigentlich ist zur richtigen Zeit die richtigen Leute einzubinden also einen guten Blick dafür zu haben.
00:18:51: wen brauche ich eigentlich wann im Prozess Wen bin ich wie ein und auch mit welchem Wert versprechen?
00:18:57: Ja, natürlich auch Detailgrad.
00:18:58: Also umso mehr ich Experte bin, umso empfänglicher bin ich für Details.
00:19:02: Dort liegen ja häufig die Unterschiede.
00:19:06: Aber wie stelle ich mir einen Meeting vor, in dem die Arbeitsebene den größten Experten die Inhalte vorstellt?
00:19:14: ist dann wie zum Uni-Betrieb das der Professor oben und dann kommen die ganzen bisschen schafflichen Hilfskräfte Postdoc oder was da auch eben alles dann darin mitarbeitet.
00:19:25: Und die Idee ist, dass oben irgendwo die fachliche Autorität sitzt und sich das Thema entweder einmal richtig plausibilisiert und besser macht.
00:19:32: Oder aber im Zweifel einfach nur über den Rang und Namen und über die akademischen Weinen die eigene Arbeit besser macht veredelt abrundet.
00:19:44: Also Expertenorganisation sind ganz häufig eines nicht schnell
00:19:48: Und stellen uns wahrscheinlich auch vor Herausforderungen im Thema Stakeholder Management, oder?
00:19:53: Wen bin ich wann wie ein.
00:19:55: Ja auf jeden Fall also weil das Stake holder eben in diesem fall rein fachliche oder rein inhaltliche Interessen hat.
00:20:04: ja
00:20:06: die Frage aber was bedeutet jetzt eine Organisationsänderung für mich ganz persönlich ist eine frage die einfach erstmal auf der fachlichen Seite sehen würden.
00:20:17: So, und das heißt wahrscheinlich ist es so dass eben sehr sehr also Fachexperten haben große Schwierigkeiten darin nicht Experten zu führen.
00:20:27: Tun sich bei Delegation schwer weil sie in Reife gerade nicht einschätzen können.
00:20:29: Verstehen nicht dass Menschen nicht selbst zu irgendwelchen rationalen Schlüssen kommen können.
00:20:33: in ihrem Sinne?
00:20:35: Dass die vielleicht mehr Anleitung brauchen, dass man nicht implizit Wahrheiten hat, sondern die explizit äußern muss dessen all diese Schwierigkeiten die sich in deinem Alltag binden bin ich eine sehr sehr fachliche oder Expertenführungskraft habe.
00:20:48: Ja, und auch so aus eigener Erfahrung mal von Fachexperten geführt worden zu sein in der Vergangenheit auch das Thema Zutrauen also dass sich Leute vorkommen dabei verschätzen was können sie jemanden zutrauen?
00:21:02: Und wie viel Freiraum gebe ich überhaupt wenn nicht meine als Fachexpert gleichzeitig in Erführungsrollen die Lösung sowieso schon zu kennen?
00:21:10: Also oft ist ja der Ergebnis korridor so eng definiert.
00:21:15: Was ist eine gültige Antwort?
00:21:16: Richtig,
00:21:17: ja.
00:21:19: Ja und wie gesagt Timing also das ist ganz häufig ist es eben der Erfolgsfaktor auch zu wissen womit beschäftige ich mich nicht immer.
00:21:27: es gibt Organisationen die haben große Schwierigkeiten ihre Prioritäten festzulegen.
00:21:32: Das haben solche Leuten nicht unbedingt außer sie sind rein explorativ unterwegs Und nicht auf die praktische Anwendung bedacht dass natürlich die Unterschiede als welchen soll ich irgendwie eine lange Unikarriere hinter mir habe, hab vielleicht Grundlagenforschung gemacht und kommen dann in den Industriebetrieb.
00:21:50: Der dann sehr logisch-detektiv arbeitet und klare Ergebnisse hat und immer wieder sagt Test, Operatest, Exit alles auf die gültige Lösung hin.
00:21:57: Dann wird das quasi ne neue Erfahrung sein?
00:22:01: Das ist so!
00:22:01: Aber damit muss man sich da auch auseinandersetzen.
00:22:03: Also wie gesagt Experten machen das Leben in einem Organisationswandel typischerweise nicht leichter Weil sie erst mal nicht jedem zuhören.
00:22:15: Weil Sie davon ausgehen, dass das was sie tun die größte Expertise ist.
00:22:19: und spannenderweise kriegen wir ja auch häufig so eine Art Halo Effekt zugeschrieben weil du Experte in einem ein bist bis es nachher auch im anderen.
00:22:26: Das ist bei Führung der Klassiker.
00:22:28: Jemand ist der beste inhaltliche Experte zu einem Thema.
00:22:31: folglich wird er auch super Leute führen können.
00:22:34: das ist eigentlich Land auf land ab bekannt.
00:22:36: also den größten Experten zum Chef zu machen ist selten ne gute Idee.
00:22:40: Es kommt trotzdem immer wieder vor.
00:22:42: Wenn der größte Experte, der Chef ist, arbeiten unten drunter quasi all diejenigen... ...die
00:22:50: es nicht sind?
00:22:51: Das kann ja auch keine Lösung sein!
00:22:53: Und andersherum kann man sagen, aber jemanden den Scheiden lassen, der von Tutenblasen keine Ahnung hat, du bist sofort dieser Ganzenrück gar nicht Argumentation und damit müsst ihr uns auseinandersetzen.
00:23:04: Klar im Wandel wirst du auch mal Leute ranlassen müssen, die dir eben ein Weg ins Neue zeigen Deiner Expertenmauung nicht Expertise genug haben, aber Experten müssten eigentlich wissen dass man auch experimentieren muss um ein Ergebnis zu kommen.
00:23:18: Sollte man meinen ja!
00:23:21: Ich glaube die Herausforderungen der Expertenorganisationen sind nicht geringer sondern werden eher größer.
00:23:27: wir stehen oft schon an der Tür und am Projekt vor uns.
00:23:32: was würdest du denn sagen?
00:23:33: so zum Abschluss vielleicht ist das wo sie selber hinschauen können wenn Sie grad zuhören?
00:23:40: Was ist ein Staat?
00:23:41: Das Geschäftserfolg sehr häufig darin steckt, dass ich bestechend einfach bin.
00:23:49: Dass ich natürlich vielleicht um ein einfaches Problem beizubiegen ab und zu komplizierte Sachen machen muss – das ist schon klar!
00:23:58: Aber umso mehr Komplexität ich schaffe, umso eher Wissen nicht irgendwo reinstecke, um so schwer gängige Potsäben auch häufig.
00:24:07: Und ich würde schon sagen, dass für vieles Geschäft die Einfachheit im Mittelpunkt steht.
00:24:12: Und das heißt, es würde für mich auch ... ist fast schon eine Wertung.
00:24:16: aber, wenn man so will, vom nicht-businesstauglichen Experten unterscheiden dass der businesstaugliche Experte die Magie der Einfachkeit findet und sich darauf fokussiert und sich eben nicht in der Verzettelung oder im anderen Spielfeld da wiederfindet.
00:24:34: Das ist mit Sicherheit der Punkt.
00:24:35: Ich meine klar wie als Berater sehen halt richtendergreifend fragt jemand bei uns Wissen ab und will genau wissen wie geht ein Projekt.
00:24:47: Oder will jemand eigentlich Erfahrungswerte haben?
00:24:52: Und will er wissen, wie kann ich mit dieser neuen Situation umgehen die nicht nur auf know how passiert?
00:24:57: ist etwas gerade auch passiert?
00:24:58: also Wissen wird ja ständig gegenwärtig und nicht nur über KI, aber jeder ist so frisch gegoogelt oder frisch gechatchiepetit.
00:25:08: Und es hat zum Pseudo-Expertenstatus.
00:25:10: also für unser Geschäft und auch die Experten wird's einfach in Zukunft sehr schwierig sein... ...die guten von den schlechten Experten zu unterscheiden.
00:25:20: Ein Grund mehr für Teamwork, ein Grund mehr sich auf Erfahrungen zu berufen und in einer großen Gruppe an Veränderung zu arbeiten.
00:25:28: Ich würde auch ergänzen sich mit Leuten zu umgeben, die anders sind als man selbst.
00:25:33: Ja, die gehen einem logischerweise häufig auf den Keks.
00:25:36: Das ist natürlich bei Beratern sieht man es häufig.
00:25:39: Überall wird erzählt zum Problem lösen.
00:25:42: Sind heterogene Teams super?
00:25:44: Ich sage immer ja das ist so im Konsultium kennen wir das.
00:25:46: aber das ist auch mal ein Albtraum.
00:25:48: Das sind die Endlustdiskussionen, die ja keiner haben will.
00:25:51: also das kann ich schonmal sagen diese Teams sind hervorragend.
00:25:55: Aber wenn Leute Probleme lösen bitte nicht gleich die Effizienzfrage stellen weil die müssen manchmal einfach schleifend drehen und das tun sie auch.
00:26:03: Der muss uns gar nicht einladen.
00:26:05: Genau, das ist doch eine schöne Schlussfahrt.
00:26:07: Danke Kevin für den Einblick in der Expertenorganisation.
00:26:10: Gerne!
00:26:13: Das war die Episode mit unseren beiden ExpertInnen Caroline Zierke und Kevin Fander.
00:26:18: Produktion und Schnitt Sascha Filore von Feintum.
00:26:21: Wenn euch diese Folge oder der Podcast im Allgemeinen gefällt freuen wir uns über eine positive Bewertung.
00:26:25: Für Fragen und Anregungen schreibt uns auch gerne eine Mail an podcastatcrosspartner.de.
00:26:31: Mein Name ist Thomas Piskor, vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge!
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