Dein Arbeitgeber ist nicht für deine Entwicklung zuständig – und trägt trotzdem Verantwortung

Shownotes

„Nur weil du die Jahre auf dem Tacho hast, heißt das nicht, dass das Lernen so riesig war."

Neue Berater erst monatelang durch eine interne Schule schicken, bevor sie ins erste Projekt dürfen? Bei Kraus & Partner hat sich das nie durchgesetzt. Caroline Zielke hat stattdessen eine interne Academy aufgebaut – für eine Organisation, die ausdrücklich keine Klone will. Georg Kraus fragt nach, wie das zusammengeht.

Denn genau hier liegt die Spannung: Wie baust du eine Lernumgebung, die auf die Stärken des Einzelnen eingeht und trotzdem dafür sorgt, dass alle eine gemeinsame Sprache sprechen? Klingt simpel, ist es aber nicht. Und dahinter wartet die unbequemere Frage: Wem gehört dein Lernen eigentlich – deinem Arbeitgeber oder dir?

Caro macht ihre Position klar: „Ich kann nur einen Rahmen schaffen und die Plattform bieten und einen Anlass schaffen." Was jemand daraus mitnimmt, kann sie niemandem abnehmen. Ein zweiter Hebel wirkt fast beiläufig: Wer eine Session vorbereitet und vorne steht, lernt am meisten – „durchs Beibringen lernen wir ja selber". Beide sprechen außerdem offen über die Gefahr, in einem Projektloch zu verschwinden und nach zwei Jahren festzustellen: „ich habe eigentlich zwei Jahre das Gleiche gemacht". Bei Juniors sieht Georg Kraus dieses Risiko kaum. Kritisch wird es eine Stufe später, wenn ein erfolgreiches Vorgehen zur Endstation wird.

Was nehmt ihr mit? Lernen braucht Zeit, Ort und Menschen, die Lust darauf haben. Es braucht Mentoring, wechselnde Kunden, echte Anlässe – und den Willen, sich selbst infrage zu stellen, obwohl gerade alles läuft. Neugier ist die Gier nach Neuem. Und die lässt sich nicht anordnen: „Gier nach Neuem kannst du nicht befehlen."

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Transformation to Go, der Podcast für Menschen die sich mit Veränderungen auseinandersetzen wollen.

00:00:11: Mein Name ist Georg Kraus, Inhaber und wie nenne ich mich immer gerne Hausmeister von Kraus & Partner?

00:00:19: Heute habe ich Karoline Zielke hier!

00:00:24: Hallo Karoline!

00:00:25: Hallo

00:00:26: Georg!

00:00:26: Na so sage ich jetzt Karoline, Karon natürlich ja... Caro, du bist seit einigen Monaten bei uns im Management Team dabei.

00:00:37: Heute wollen wir über ein Thema reden das bei Unternehmensberatungen sehr wichtig ist nämlich wie organize ich lernen in einer Unternehemsberatung und du bist ja bei uns hast du das Thema ja an dich gezogen und organisierst es ja jetzt seit einiger Zeit.

00:00:58: Vielleicht erzählst du mal ein bisschen, warum das so eine Relevanz hat?

00:01:02: Gerne.

00:01:04: Ja an sich gezogen und organisiert trifft es glaube ich ganz gut.

00:01:08: also Ich habe mir die Fragen gestellt wie kriegen wir Lernen in den Berater Alltag sozusagen rein weil Die Herausforderung die wir haben ist unsere Berater sind auf Kundenprojekten Und da gehören sie auch hin und dann lernen Sie einerseits auch und andererseits wird es aber nie Alles sein, was sie können sollen und lernen sollen wird nie nur in der Projektumgebung stattfinden.

00:01:33: Das heißt die Frage ist, was sind die Lücken, die wir sozusagen darüber hinaus noch schließen wollen?

00:01:39: Und wie schaffen wir es als Organisationen lernen so bei uns zu institutionalisieren dass wir alle gut mitnehmen können.

00:01:51: Das heißt, ich habe mir Gedanken gemacht wie geht Lernen bei KNP?

00:01:55: Was ist unser Anspruch auch anzulernen bei K&P und wie schaffen wir Rahmenbedingungen und was ist der richtige Frame für eine Academy?

00:02:04: das heißt tatsächlich haben wir jetzt ne internen Academy seit diesem Jahr die ich aufgesetzt hab und systematisch geschaut was sind die Lernziele die wir haben für all unsere Berater Und wie bringen wir die an Mann und Frau?

00:02:20: Das ist schon immer so eine spannende Frage, mit der ich mich auch immer auseinander gesetzt habe.

00:02:24: Wie machst du das?

00:02:25: Weil es gibt ja so die eine Idee, dass du sagst hier der Neue, der dazukommt, der muss erst mal gebrainwashed werden.

00:02:31: Der muss erstmal quasi durch eine intensive Erstausbildung durch wo er alle Methoden, alle Konzepte, alle Vorgehensmodelle kennenlernt und erst dann schicken wir ihn oder sie in die Projekte rein.

00:02:46: oder wir machen das berufsbegleitend und so auf der einen Seite on the job, dann doch bestimmte Modelle kennenlernen und Vorgehensweisen.

00:02:57: Ich glaube dass es so der Ansatz den du gehst?

00:03:00: Ja weil sich ehrlicherweise bei uns ja auch nie durchgesetzt hat, dass wir das System erst mal langes onboarding mit standardisierter Ausbildung fühlen dich durch eine Schule durch, bevor du in erstes Projekt darfst hat sich ja bei uns nie etabliert.

00:03:18: Ich glaube

00:03:19: das hängt so ein bisschen auch mit unserer Kultur zusammen dass wir jetzt nicht Klone oder Roboter haben wollen sondern individuen Menschen mit persönlichen Fähigkeiten und mit eigener Persönlichkeit Und auch mit einer Vergangenheit die sie mitbringen.

00:03:39: Ja, es hängt so auch von der Art und Weise wie Menschenbild.

00:03:43: Und die Dienstleistung, die wir anbieten gesehen wird.

00:03:47: Du kannst beides rechtfertigen aber ich glaube unser Ansatz ist mehr den Menschen mit seinen Fähigkeiten zu sehen

00:03:55: Und damit sprichst du gleichzeitig aber auch meine Herausforderung an, wie gestalte ich eine Lernumgebung die auf die Stärken des Individuums und die individuelle Entwicklung eingeht.

00:04:05: Trotzdem aber sicherstellt das wir in gemeinsamer Sprache zu unseren übergreifenden Themen sprechen?

00:04:11: Ja da kann ich ja natürlich aus der Geschichte heraus plaudern weil ich komme sehr stark von dem Individuum her und das stimmt schon.

00:04:19: Die Kunst liegt was sind die gemeinsamen Themen?

00:04:24: Was ist das, was ich durchziehe als Roterfaden?

00:04:26: Als Methode?

00:04:27: Als Konzept?

00:04:28: Als Herangehensweise trotz Individualität und eigenen Ansprüchen an eine Art wie man vorgeht.

00:04:38: Ja und ich glaube warum es gerade gut funktioniert.

00:04:41: also wenn ich jetzt mal so ein Fazit ziehe nach den ersten fünf Monaten was sich dadurch gut etabliert hat ist Ich mache das mit einer kleinen Gruppe von Beraterinnen drei mit mir gemeinsam, die jede Session aufbereiten, vorbereiten durchführen.

00:04:57: Und allein schon diese Gruppe hat einen unglaublichen Lerneffekt dadurch dass sie jetzt wiederum vorne steht und selber Wissen vermitteln muss und befähigen muss.

00:05:08: Das ist ja in unserer Art wie wir mit Kunden zusammenarbeiten auch ein ganz starker Faktor das für häufig in der Umsetzung in die Befähigung gehen von Menschen.

00:05:18: Das heißt, jetzt lernen wir sozusagen durchs Beibringen.

00:05:21: Lernen wir ja selber und für alle wissen ja das.

00:05:23: wenn ich jemandem was beibringt muss lerne ich selber gleich nochmal mit und viel tiefer als wenn ich mir nur etwas durchlese und versuche zu merken.

00:05:32: Das ist der Lerneffekt ist bei den drei Personen noch mal besonders exponiert.

00:05:38: Und gerade in dem System stellen wir uns immer wieder die Frage Was ist denn eigentlich die Rolle des Beraters?

00:05:44: Und da schließt sich wieder der Kreis.

00:05:46: Das eine ist, Inhalte reinzugeben und das andere ist aber immer wieder zu fragen was genau ist meine Rolle als Beraterin in der Situation?

00:05:56: Das nehmen wir in jeder Session sozusagen mit.

00:05:59: Das heißt wann immer wir etwas Inhaltliches lernen schauen wie immer wieder drauf ja und was genau is dein Job an der Stelle?

00:06:06: Wir haben jetzt den Vorteil, dass wir noch eine kleine Butze sind.

00:06:10: Also wir haben nicht Zehntausend Berater, die wir komplett standardisiert durch ein Programm jagen müssen.

00:06:17: Der Vorteil der das bietet ist, dass du in einem hohen Maß die Menschen an der Art wie Land stattfinden soll, partizipieren lassen kannst.

00:06:28: und was ich halt in vielen Firmen erlebe – und es ist so eine ganz spannende Frage – ist die Passivität rund um das Land?

00:06:36: Der Arbeitgeber ist verantwortlich für meine Ausbildung.

00:06:40: Wo sind die Seminare, wo ich teilnehmen muss oder eine Passivität, die noch stärker geht nach Motto?

00:06:50: Mir hat niemand gesagt dass sich was lernen soll.

00:06:53: und wenn sie dann quasi sich aus dem Arbeitsmarkt rausschießen weil Sie sich nicht entwickelt haben, dann sogar noch hinterher sich beschweren ja der Arbeitgebers hat mich nicht qualifiziert.

00:07:05: Ich glaube, das ist so mit einem Erfolgsfaktor den Menschen zu sagen.

00:07:12: Schau dass du dein eigenes Lernen und deine eigene Entwicklung mit verantwortest.

00:07:18: Und wenn die Menschen dann noch daran teilhaben können wie cool ist das denn?

00:07:22: Ja und da beschreibst du es jetzt sozusagen im Großen also im Klein heißt es aber für einen einzelnen Menschen also wann immer ich in eine Gelegenheit wahrnehme wo ich was lernen kann dann bin ich selber dafür verantwortlich, in dem Moment auch zu schauen was will ich denn da lernen.

00:07:40: Weil auch wir haben ja, wenn immer wir in unserer Akademie eine Lernsession haben die Herausforderung dass wir ganz unterschiedliche Wissenstände haben zu den Themen und ganz viele verschiedene Erfahrungslevel die Leute schon mitbringen.

00:07:54: Und trotzdem ist die Kunst so zugestellten, dass jeder etwas mitnehmen kann.

00:07:58: und gleichzeitig habe ich als Veranstalterin oder bin nicht die Verantwortung dafür das die Leute was lernen.

00:08:03: Ich kann nur einen Rahmen schaffen Und die Plattform bieten und einen Anlass schaffen, aber jeder hat selber die Verantwortung dafür daraus auch was mitzunehmen.

00:08:14: Das finde ich immer noch mal wichtig.

00:08:15: also es kann man tatsächlich nicht oft genug betonen finde ich weil so die eigene Verantwortung etwas zu lernen.

00:08:20: und was will ich lernen?

00:08:22: wohin will ich mich entwickeln?

00:08:23: Die kann ich den Leuten nicht abnehmen.

00:08:25: Ich glaube das ist eine Grundsatzentscheidung im Leben.

00:08:28: Die Grundsatze Entscheidung ist da gibt's ja diese Sätze permanentes Lernen, lebenslangendes Lernen und so weiter.

00:08:38: Ich sage immer hast du Lust zu lernen?

00:08:41: Hast du Lust sich weiterzuentwickeln?

00:08:43: ist das etwas?

00:08:44: Hast Du einen inneren Antreiber dazu?

00:08:47: oder hast du es dir bequem gemacht um diese Versuchung in eine Komfortzone reinzufallen?

00:08:55: Hab keine Zeit, hab das Projekt hier, hab dann da Außerdem nur wenn der Arbeitgeber es bezahlt und so, dann mache ich was.

00:09:01: Und ansonsten mache ich gar nichts... ...und gehen die Passivität aus Tausend Gründen!

00:09:06: Ja, junge Familie, Stressarbeit alles Mögliche.

00:09:12: Auf einmal tritt man sich um und fünf Jahre sind vergangen.. ..und man ist eigentlich stehen geblieben.

00:09:19: Und dieses Lall ja Lust am lernen.

00:09:23: das ist etwas was ich weiß nicht wie du das siehst.

00:09:28: Ich sehe den Menschen an, nach ein paar Wochen Zusammenarbeit kriege ich einen Gefühl ob es eher passive oder aktive Lerner sind.

00:09:38: Und du merkst das auch daran?

00:09:42: Also ich würde sogar einen Schritt weitergehen und sagen idealerweise ziehst Du in der Beratung Menschen an die was lernen wollen weil bekannt ist dass Du in dem Job eine extrem hohe Lernkurve haben kannst wenn du dich darauf einlässt.

00:09:59: Das ist ja für viele sogar eine initiale Motivation überhaupt in die Beratung einzusteigen als Schritt in ihrer Karriere, weil alle wissen hey Beraterjahre zählen sozusagen vierfach fünffach was den Lernkurve angeht im Vergleich zu vielen anderen Jobs

00:10:18: und weißt du es ist leider auch oft einen Druckschluss.

00:10:20: also kann dir sagen ich habe bei uns natürlich nie.

00:10:25: Aber die Gefahr, dass du dann als Kanonfutter missbrauch wirst und dann in ein Projekt reingesteckt wirst.

00:10:31: Und eigentlich Leiharbeit machst.

00:10:34: Und gar nicht so viel mehr lernst weil du nur dein Einblickwinkel bekommen hast.

00:10:39: Die ist groß!

00:10:41: Und dieser Versuchung zu widerstehen müssen beide sowohl wir als Organisation das wer jemanden nicht komplett missbrauchen indem wir setzen dich ein und da machst du quasi eine Tätigkeit Und auf der anderen Seite, der Mensch selber auch seine Lernen will und diese Forderung stellt.

00:11:00: Dadurch gibt es dann ein Kontakt zwischen Menschen- und Organisationen genau das zu fördern.

00:11:07: Ich habe immer festgestellt für einen Arbeitgeber, wenn du einen zu sehr in so eine Fachaufgabe reincheckst, ist recht sich nach ein, zwei Jahren.

00:11:16: Aber dafür haben wir ganz viele verschiedene Mechanismen bei uns installiert um das sozusagen... präventiv schon zu verhindern.

00:11:23: Wir haben bei uns von Anfang an ein Mentoring, eine Person die sich mit dir darum kümmert auf deine Entwicklung zu schauen und wir haben inzwischen die Academy.

00:11:33: Wir schauen auch immer dass du verschiedene Kunden siehst für uns als Berater also ganz viele Themen sozusagen, die darauf hinarbeiten, dass du nicht in dieses eine Projektloch fällst wo du nach zwei Jahren wieder raus kommst und feststellst Ich hab eigentlich zwei Jahre das Gleiche gemacht, weil ich hatte auch mal damit.

00:11:49: Also das ist vielleicht nochmal so eine persönliche Perspektive.

00:11:52: Das ist auch ... Du hast vorhin gesagt manchen Leuten sieht man's an ob sie keine Lust haben zu lernen und es ist schwierig mit solchen Menschen in ins Gespräch zu gehen wenn du das Gefühl hast ja das mag sein dass du den Job sechs Jahre gemacht hast das heißt aber nicht Dass du dadurch jetzt extrem viel Erfahrung hast und viel gelernt hast.

00:12:16: Ich bin ja noch relativ jung und begegne oft Menschen, die mich dann von ihrer großen Erfahrung in Dingen überzeugen wollen.

00:12:25: Und ich dann denk Ja weiß ich gar nicht!

00:12:27: Also nur wenn du die Jahre auf dem Zähler, auf dem Tacho hast heißt es nicht dass das Lernen so riesig war.

00:12:35: Das war meine Erfahrung ehrlicherweise und da bin ich immer ein bisschen zurückhaltend.

00:12:40: Natürlich gehe ich nicht zu schnell in die Kritik, aber das ist manchmal so ein schmaler Grad.

00:12:47: Da sprichst du etwas an.

00:12:48: also du hast gesagt ja man geht in die Beratung weil man ja auch lernen will und sich entwickeln will.

00:12:52: Das sehe ich genauso bei Juniors.

00:12:54: würde ich da einen Tick in der Box, würde ich das auch so unterschreiben dass es so ist.

00:12:59: viele sehen das als Sprungbrett um einfach ein paar Jahre viel zu lernen und dann eine Führungsaufgabe reinzugehen.

00:13:05: Manche finden den Job an sich cool, die Abwechslung, die da ist.

00:13:08: Die würden sich langweilen wenn sie nur in einer Funktion drin wären.

00:13:11: Da gibt es ja unterschiedliche Motivationen und somit bei den Juniurs sehe ich gar nicht so die Gefahr.

00:13:16: Ich sehe die Gefahre in der Stufe danach Wenn jemand Seniorberater wird, wenn jemand Sprung gemacht hat Und dann kenne ich Leute bei denen ein Schalter umgelegt wird Dann sagen Sie jetzt bin ich cool Jetzt weiß ich wie's läuft Und jetzt bin ich quasi nur noch in der Delivery und bestimmte Weltbilder, ein bestimmtes Mindset wie man so schön sagt auf Englisch eine bisher erfolgreiche Vorgehensweise die man dann eigentlich nur noch repetitiv einsetzt verstärkt sich.

00:13:56: Manchmal ist es schwer daran zu kommen weil die Menschen sind ja so geworden weil ihr Vorgehen erfolgreich war Und es ist sehr schwer dann ein Modell, das sich als gut herausgestellt hat.

00:14:11: Dann nochmal in Frage zu stellen und sich daraus weiterzuentwickeln.

00:14:14: Also dieses Reinvent Yourself ist ja dann die Herausforderung.

00:14:17: Dieses Learning ist gar nicht das Thema.

00:14:20: Deswegen bei den Seniors das permanente Thema Reinvent Youself was eigentlich auch eine Firma immer machen müsste also Unternehmen an sich müssten sich immer wieder neu erfinden.

00:14:31: Aber es fängt bei den Menschen, die in Verantwortung sind dann auch an.

00:14:34: Ja, es gibt ja nicht umsonst den schönen Satz, dass man so alle sieben Jahre ungefähr Teile seiner Identität ändert, ne?

00:14:39: Ich

00:14:40: glaube alle siebem Jahren wird jede Zelle im Körper erneuert.

00:14:44: ist das so?

00:14:45: Das ist eigentlich der Zeitpunkt wo du nicht nur deine Zellen neu

00:14:48: hast

00:14:49: oder sogar überlegen müsstest wer willst du sein und wie willst du dich weiterentwickeln.

00:14:54: Ja, und das also mag sein, dass es was Individuelles ist.

00:14:58: Ich glaube aber schon, dass viele Menschen schon auch miteinander teilen.

00:15:02: Also weil ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass sich das irgendwann mal ändert bei mir.

00:15:10: Also jetzt gehöre ich ja zu einer wissbegierigen Gruppe so als Mensch.

00:15:15: Aber ich glaube nicht, dass wenn wir hier noch in ... ich weiß nicht wieviel Jahren sitzen Dass sich das Rückblicken geändert hat und dass ich irgendwann aufgehört hab lernen zu wollen.

00:15:25: Also, ich finde es eher immer ... Weiß noch als wir mal zusammen bei einem Workshop waren?

00:15:29: Und du von IKEA so ein Zentimetermaß dabei hattest, ne?

00:15:35: Um zu visualisieren wie viele Jahre deines Lebens sind statistisch gesehen schon, musst du schon abreißen und wie viel ist noch übrig.

00:15:44: Ich denke immer so eine Jahr wenn's gut läuft habe ich nur fünfzig Jahre.

00:15:49: Ja, da ist viel vor dir.

00:15:50: Und das ist eine verdammt lange Zeit!

00:15:54: Ich habe viel weniger und trotzdem denke ich mir, dass kann es schon nicht auf.

00:15:58: Genau.

00:15:59: Das ist was uns beide verbindet.

00:16:03: Ich glaube auch als Organisation immer wieder zu schauen, wie geht Lern und wie kann man wirklich einen Rahmen schaffen in dem Menschen auch Lust darauf kriegen.

00:16:14: Weil ich glaub schon dass man da auch was tun kann.

00:16:16: also das steckt ja auch an wenn du siehst es menschen immer wieder mit neuen Ideen kommen in deinem Umfeld dass die sich weiterentwickeln guckst du dich schneller mal um und denkst oh vielleicht sollte ich auch mal wieder als wenn du in so einer Organisation gefangen bist, die Träge geworden ist, wo das die Ausnahme ist.

00:16:36: Also da habe ich schon auch eine Verantwortung für mich.

00:16:38: Klar Kulturprägt auch Verhalten und das gibt halt so und das ist so evolutionstechnisch die Herausforderung weil der Mensch is ja eigentlich sowas wie ein Homo Ökonomikus

00:16:52: d.h.,

00:16:57: Ein Profit aus einem bestimmten Muss herausziehen kannst, dann neigst du dazu es auch zu machen.

00:17:04: Das heißt wenn du jetzt Fähigkeiten hast die du jetzt gut einsetzen kannst und sie bringen einen Return Dann fokussierst du dich natürlich auch drauf und lernen ist ja immer eine Investition in die Zukunft.

00:17:17: das heißt du musst aus einer Bequemlichkeit raus Aus einem Zustand wo du eigentlich obwohl's gut läuft finanziell von den Fähigkeiten, von allen musst du dir sagen.

00:17:28: Innerlich musst du dich dann antreiben und sagen obwohl es so ist investiere ich noch jetzt etwas aus meinem... wie eine Firma die Innovationsmanagement macht ja?

00:17:38: Du musst quasi in einer Phase wo du Geld verdienst, musst du Dich selbst infrage stellen und neu erfinden!

00:17:45: Und so ist das auch beim Menschen.

00:17:47: Und letztendlich ist aber die Frage also antreiben war das richtig gestrichwürdig?

00:17:50: was für eigene Antreiber hast du?

00:17:53: Und das können ja, wenn sich Menschen das gezielt mal bewusst machen.

00:17:58: Was sind die Dinge?

00:18:00: Die sie in den Flow bringen, die ihnen Spaß machen, die sie kreativ erlassen, wo man eine Leidenschaft entwickelt, kann es sehr vielfalt an Themen sein und ich glaube da nie zu vergessen.

00:18:15: wie kann ich so meine eigene Neugierde wecken?

00:18:17: und was sind kleine Dinge, die mich auch glücklich machen im Leben?

00:18:23: Da hast du so jetzt gerade so ein Triggerwort ausgesprochen, das mich immer antriggert.

00:18:28: Das ist so Neugier und Lernen hat ganz viel mit Neugir zu tun.

00:18:36: Ganz viel mit der Lust neue Dinge zu entdecken.

00:18:40: Und auch da lebe ich große Unterschiede.

00:18:43: Leute die ... Das habe ich sofort gemeint mit wer es so ... Ich kann nicht so aktiv passiv.

00:18:49: Es gibt Menschen, die haben einen natürlichen Impuls neugierig zu sein.

00:18:53: Die stellen alles in Frage, gucken immer was Gibt's Neues?

00:18:58: Wollen sich damit auseinandersetzen?

00:19:00: Sind dafür vielleicht manchmal unstehter weil sie immer wieder so diese Lust an dem neuen haben.

00:19:07: aber ohne Neugier funktioniert lernen nicht.

00:19:11: Ich finde das ist letztendlich etwas, was... Jetzt wollen wir auch passen dass ich wieder gesellschaftspfilosophisch werde.

00:19:19: Ich bremse mich.

00:19:20: Ja, mach das dann bitte!

00:19:22: Das wird uns ja im Schulsystem ausgetrieben.

00:19:26: also wir werden ja eher in der Ausbildung passiviert.

00:19:30: so setzt sich hin, der Lehrer sagt dir was zu lernen sollst oder zeigt dir erklärt ihr die Welt und du sollst schön nachschreiben diese... Der

00:19:39: besetzt es lernen wir so ne?

00:19:42: Ja genau und dadurch wird ja ein grundsätzlicher Antreiber unterdrückt, nämlich dass man selber Lust hat etwas zu entdecken.

00:19:54: Wenn man den ganzen Tag jemand hatte einem sagt das lernst du jetzt?

00:19:57: Dann wird dieses Skill also diese Fähigkeit nicht ausgeprägt.

00:20:02: es gibt ja ganz viele Menschen bei denen beobachten kannst ist die sobald ihr aus der Schule raus sind oder aus quasi anderen Systemen wo Sie sich nicht mit identifizieren konnten, mit der Art wieder gelernt wird.

00:20:15: Dann plötzlich in total dem Nischenwissen aufblühen – also die sogenannten Nerds!

00:20:21: Also wo dann eine Neugierde in einem Bereich entsteht, der vielleicht gar nichts mit ihrem Job zu tun hat oder mit anderen Themen?

00:20:30: Ich würde behaupten jeder Mensch hat ne Veranlagung dazu auf irgendwas neugierig zu sein und etwas lernen zu wollen.

00:20:37: Das ist nur nicht immer so offensichtlich, auch nicht leichter anzukommen um die zu finden.

00:20:42: Und es wird uns ausgetrieben aus dem System leider.

00:20:46: Ja

00:20:46: aber auch da sind wir wieder bei eigen Verantwortung spätestens im erwachsenen Leben also sozusagen zu schauen jeder ist seines Glückes schmied in meiner Sicht.

00:20:55: wie kriege ich das wieder zurück?

00:20:58: Korrekt.

00:20:59: Und da sind wir jetzt wieder bei dem Thema, Bioorganisiers zu lernen in Organisationen weil wenn du da die Fortsetzung dessen machst was du in der Schule und in der Uni gemacht hast setzt die Leute hin schickst sie auf ein Seminar und die sollen brav zuhören und ein paar Übungen machen und dann nochmal klug daher reden und sagen schön jetzt habe ich etwas gelernt hast so eigentlich den fundamentalen Skill unterdrückt nämlich die Neugier.

00:21:25: und deswegen finde ich das auch so gut Karo wie du es machst.

00:21:28: weil letztendlich, was du machst?

00:21:30: Du bindest die Leute in das, was gelernt werden soll mit ein und somit zwingst zu sie.

00:21:38: Weil wenn es nicht so entwickelt ist muss man die Leute, dann muss man gar nichts.

00:21:42: aber denke ich, ist es richtig und wichtig den Leuten wieder beizubringen selber neugierig zu sein auf neue Dinge und sich... Das Wort Neugier ist ein cooles Wort.

00:21:56: Die Gier

00:21:57: nach

00:21:57: neuem Ja.

00:21:59: Und diese Gear nach Neuen ist das, was ein Mensch einen Leben lang treiben, antreiben sollte.

00:22:04: und wenn man das schafft ob jetzt bei Junior-Beratern oder bei Seniors dass du diese Gear Nach Neuen wieder entfachst, dass sie Lust haben zu lernen und ob es dann im Seminar und in deiner Academy ist oder ob Sie sich abends hinsetzen und noch mal ein paar YouTube Videos reinziehen oder selber irgendwie eine Arbeitsgruppe bilden und sich fortbilden Die Nerds gehen auch nicht auf den Kurs, die chatten abends mit dem Peer Group.

00:22:32: Auf

00:22:32: Discord

00:22:33: ja!

00:22:34: So auf Discord und lernen da weil sie diese Gier nach Neuem haben Und ich denke das ist so diese fast schon eine gesellschaftliche Aufgabe wieder wegzukommen von Lernbulimi, so dir wird Wissen vermittelt hin in die Gier Nach Neuem wieder zu kreieren

00:22:52: Was ich ganz schön finde was du gerade noch gesagt hast dieses auch gemeinsame Anlässe schaffen.

00:22:58: Also ich würde auch nochmal betonen wollen, dass die Herausforderung ist es das auch wieder zwischenmenschlich stattfindet weil Wissen lebt ja davon was du anwendest.

00:23:08: also das eine ist irgendwie wissen mitgeben für Mitteln und das andere ist aber gerade auch bei uns in der Beratung das dann mitnehmen ausprobieren in Projekten bei Kunden vor Ort mit anderen gemeinsam darüber diskutieren.

00:23:21: Also es geht immer wieder auch damit, wie gestaltigt das im Zwischenmensch nicht in Kontakt.

00:23:26: Und dann wird die Magie draus, finde ich?

00:23:29: Absolut!

00:23:30: Weil, wie gesagt, Gier nach Neuem kannst du nicht befehlen.

00:23:34: Ja.

00:23:34: Also jetzt will ich, dass du eine Gier-nachneume entwickelst aber sofort.

00:23:38: Sondern das entsteht ja indem du einen Rahmen schaffst.

00:23:41: dafür der Rahmen heißt Zeit.

00:23:44: Zeit und Ort sind bestimmt genau.

00:23:46: Zeit & Ort... ...und Menschen, die auch diese Lust haben.

00:23:51: Und das steckt an und auf einmal entsteht wieder so eine Passion für etwas, was sonst im Alltag, wenn du im Hamsterrad drin bist.

00:23:59: Und dann einfach nur die Projekttage klopst, dann wieder erweckt wird.

00:24:06: Ich denke, dass ist die Verantwortung der Organisation, dass sie diese Gier nach neuem fördert den Rahmenschaften.

00:24:15: Die Menschen ihre Verantwortung auch lässt, dass Sie das auch selbst entwickeln

00:24:19: Und dann auch weitergeben und entwickeln.

00:24:22: Weil ich kann quasi nur den Stein ins Rollen bringen, aber es wird davon leben dass die Leute es weiterführen.

00:24:28: Ist doch fast ein schönes Schlusswort für diesen Podcast

00:24:31: oder?

00:24:32: Danke dir Karo!

00:24:36: Das war die Episode mit unserem CEO Dr.

00:24:38: Georg Kraus und mir Caroline Zierke Produktion & Schnitt Janis Brinkmann und Sascha Fieler von Feindohn.

00:24:46: Wenn euch diese Folge oder der Podcast im Allgemeinen gefällt Freuen wir uns über eine positive Bewertung.

00:24:52: Für Fragen und Anregungen schreibt uns auch gerne eine Mail an, podcastadcrosspartner.de.

00:24:58: Mein Name ist Caroline Zierke.

00:25:00: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:25:01: Und bis zur nächsten Folge!

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